Hier ein kleiner Notfall-Koffer für dich, falls du dich in einer narzisstisch-missbräuchlichen Beziehung wiedergefunden hast:
Hier haben wir dir eine Liste mit nützlichen Tipps zusammengestellt, wenn sich die Situation – z.B. mit einem narzisstischen Partner – bei dir gerade zuspitzt. Leider passiert das häufig, wenn du beispielsweise mit narzisstischen Missbrauch aufgewachsen bist. Es kann aber grundsätzlich jeden treffen.
Wenn du dich in Gefahr befindest, dann wende dich bitte umgehend an die Polizei oder an das nächste Frauenhaus!
Psychologische Notfallhilfe bekommst du rund um die Uhr in jeder psychiatrischen Klinik. Aber du kannst auch in jedem anderen Krankenhaus Ersthilfe bekommen.
*** HINWEIS: Sollte einer der unten genannten Telefonnummern inzwischen nicht mehr erreichbar sein, dann kannst du diese Liste dennoch als Google-Hilfe nutzen und weißt vielleicht, wonach du spontan suchen musst, damit dir schnellstmöglich geholfen werden kann. Oder du ziehst sie dafür heran, um einen eigenen, individuellen Notfallkoffer für dich anzufertigen, falls du dich zum Beispiel aus einer schwierigen Partnerschaft lösen und den Auszug vorbereiten möchtest.
Rettungsleitstelle: 112
Polizeinotruf: 110
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Medizinische Kinderschutzhotline (Link): Telefon 0800 19 210 00 – sie ist rund um die Uhr erreichbar und gibt Angehörigen von Heilberufen, Kinder- und Jugendhilfen und Familiengerichten fachliche Beratung bei Verdacht auf Misshandlung, Vernachlässigung oder sexuellen Missbrauch an Kindern.
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Der WEISSE RING (Link) ist täglich unter folgender Rufnummer erreichbar, die extra für Opfer von Straftaten eingerichtet wurde:
——- Opfer-Telefon des Weißen Rings: 116 006
Sie ist bundesweit erreichbar und kostenfrei sowie anonym. Das Telefon ist besetzt 7 Tage die Woche von 7 bis 22 Uhr.
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Auf der Website der Frauenhaus-Koordinierung (Link) kannst du sofortige Beratung und Hilfe finden (scrolle dort auf der Seite etwas nach unten und gib deine PLZ ein, um ein Frauenhaus in deiner Nähe zu finden):
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Notfalltelefon | Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (Link): 116 016 ‒ kostenlos, 365 Tage / Jahr rund um die Uhr erreichbar, und auf Wunsch anonym. Die Nummer ist nur innerhalb Deutschlands erreichbar. Es werden bei Bedarf Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfsangebote in der Nähe vermittelt. Beraten wird in 18 Sprachen.
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Telefonseelsorge (Link): Telefon 0800 111 0 111 | 0800 111 0 222 oder 116 123. Auf der Website gibt es auch die Angabe für den Chat. Beides – Telefon und Chat – sind rund um die Uhr erreichbar.
In psychiatrischen / psychologischen Krisensituationen kann man sich ansonsten z.B. an seinen Arzt, den nächsten Sozialpsychiatrischen Dienst oder die Psychiatriekoordinierung bzw. direkt an ein psychiatrisches Krankenhaus wenden. Für eine Psychotherapeutenliste zur ambulanten Psychotherapie kannst du deine Krankenkasse kontaktieren.
In meinem Membership-Bereich gibt es zudem eine Liste mit weiterführenden Hinweisen, wie du therapeutische Unterstützung finden kannst.
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Ansonsten kannst du dir beim polizeilichen Opferschutz oder, wenn du Kinder hast, beim Jugendamt Unterstützung holen, falls nötig. Auch anwaltliche Hilfe ist ggf. hinzuzuziehen.
Hier meine grundsätzlichen Tipps:
- Schließe, wenn möglich und in deinem Fall sinnvoll, eine Rechtsschutzversicherung ab. Häufig bieten die Versicherungen für Versicherte sofortige bzw. zeitnahe rechtliche Telefonberatungen an, die zum Einstieg und zur Klärung erster Fragen in einer rechtlich relevantenen Situation sehr nützlich sein können – auch bei Mobbing. Bitte achte darauf, relevante Bereiche abgedeckt zu haben, wie z.B. den Arbeitsrechtschutz.
- Dokumentation von Vorfällen: Schreibe ab sofort unbedingt alle Vorfälle auf – mit Screenshots, Datum, Uhrzeit und Zeugen bzw. beteiligten Personen! Sammle bereits jetzt Beweise für gewalttätige Übergriffe, Abwertungen jeder Art etc. Solltest du sie später nicht vor Gericht benötigen, dann dienen sie dir dennoch zur Unterstützung deines Selbstbildes, damit du nichts vergisst und dir sicher sein kannst, dass du richtig gelegen hast. Vertraue deiner Wahrnehmung!
- Ändere Passwörter (z.B. vom Google-Konto, von E-Mail-Konten, Amazon, Social-Media-Profilen, Bank-Konto, Smartphone / Standorttracking und sämtlichen Online-Zugängen etc.) und bewahre die Passwörter so auf, dass niemand da drankommt!
- Fianzielle Vorsorge: Lege ab sofort Geld zurück – z.B. für Wohnungskaution, Auto, Miete und was du für den Anfang benötigst, falls du wenig oder gar kein eigenes Geld hast, und ggf. aus- oder umziehen musst. Natürlich hast du immer auch die Option der staatlichen Hilfe. Du musst niemals in einer wie auch immer gearteten missbräuchlichen Umgebung bleiben!
- Hast du ein eigenes Bankkonto, auf das nur du zugreifen kannst? Wenn nicht: Geh‘ dir unbedingt eines beantragen – bei einer anderen Bank als bisher. Achtung: Die Bank sendet dir postalisch die Briefe mit den Passwörtern etc. zu. Solltest du nicht wollen, dass dein*e Partner*in von der Kontoeröffnung etwas mitbekommt, solltest du hier vorsichtig sein und dir die Post entweder persönlich geben oder sie dir an eine sichere Adresse senden lassen.
- Wer öffnet deine Post? Benötigst du einen Nachsendeantrag (auch für die Post von der Bank bedenken, wer die Post öffnen kann!)? Es gibt die Möglichkeit, sich Briefe von der Post eingescannt digital zusenden zu lassen (E-Post-Verfahren). Die Briefe selbst kannst du dir dann zu einer sicheren Adresse als Paket mehrfach monatlich senden lassen.
- Wird er / sie körperlich gewalttätig dir oder deinen Kindern gegenüber? Dann suche dir umgehend Hilfe im Frauenhaus, bei Freunden / deiner Familie, der Polizei, dem weißen Ring o.ä.
- Bereite alle wichtigen offiziellen Papiere vor, die du für einen schnellen Auszug und später für ggf. einen gerichtlichen Streit für das Sorge- / Umgangsrecht brauchst. Bist du erst einmal ausgezogen ist die Tür zu. Bitte denke an Ausweise, Krankenkassenkarten, Impf- und Reisepässe, Geburtsurkunden u.ä.
- Welche Dinge brauchst du neben wichtigen Dokumenten ggf. noch? Deine Wertsachen? Tablet / Laptop mit deinen Daten? Bestimmte Medikamente? Tagebuch, in dem du ggf. Vorfälle notiert hast? Was brauchen die Kinder?
- Denke daran, dass viele digitale Kontrolle (Auto tracken, Handy / PC hacken (Keylogger), Profile überwachen usw.) ausüben, wie auch immer das bei dir vielleicht aussehen könnte.
- Bitte bedenke auch, dass du bei Telefonanmeldungen (Festnetz) bei einigen Gesellschaften grundsätzlich ins digitale Telefonverzeichnis mit aufgenommen wirst. Bei mir war das damals so in der absolut kritischen Phase. Ich habe ewig gebraucht, bis die verstanden haben, dass das nicht lustig ist und ich Anzeige erstatten werde, wenn nicht umgehend meine Daten aus dem Netz genommen werden. Achte im Vorfeld bereits auf solche Dinge und kreuze hier unbedingt an, dass du das NICHT möchtest, falls die Gefahr von Stalking und Gewalt besteht!
- Was fällt dir noch ein? Schreibe dir alles auf, z.B. in der Notiz-App auf deinem Handy o.ä., damit du nichts vergisst, wenn es drauf ankommt und du aufgeregt bist.
Sollte ich dich in der traumasensiblen Prozessbegleitung unterstützen können, dann melde dich super gerne bei mir!

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